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EntscheiderFinanzen

Potenzial-Check: Was ist aus deinem Einkommen bis zur Rente möglich?

Von André Jung, EntscheiderFinanzenFinanzberatung seit 2008Stand:

Zwei Menschen mit demselben Einkommen und derselben Sparrate landen am Ende sehr unterschiedlich. Den Unterschied machen drei Dinge: wie lange das Geld arbeitet, welche Kosten laufen und wie das Finanzamt mitspielt. Der Rechner zeigt beide Wege nebeneinander – frei sparen und steuergefördert sparen – jeweils nach Kosten und nach Steuern.

Die kurze Antwort

Wer heute 40 ist, 90.000 € brutto verdient und 500 € im Monat zurücklegt, kommt in unserer Beispielrechnung bei 5 % Marktentwicklung auf rund 873 € im Monat aus freiem Sparen. Über die steuergeförderte Variante sind es rund 982 € im Monat – gut 100 € mehr, weil der Staat jedes Jahr mitfinanziert. Dafür ist dieses Kapital bis zum Rentenbeginn gebunden. Welcher Weg besser passt, hängt von deinem Steuersatz, deinem Zeithorizont und davon ab, wie viel Flexibilität du brauchst.

  • Zeit ist der stärkste Hebel: Dieselben 100 € im Monat bringen mit 28 rund 115.000 €, mit 55 noch rund 18.000 € bis zum Rentenbeginn.
  • Kosten wirken leise, aber dauerhaft: Jeder Prozentpunkt laufende Kosten geht direkt von deiner Wertentwicklung ab – über Jahrzehnte sind das schnell sechsstellige Beträge.
  • Steuern gehören in jede Rechnung: Erst nach Abgeltungsteuer beziehungsweise nach der Besteuerung der späteren Rente lassen sich zwei Wege ehrlich vergleichen.
Direkt zum Rechner

Potenzial-Check: Was ist aus deinem Einkommen bis zur Rente möglich?

Zwei Wege im Vergleich: frei sparen und steuergefördert sparen – nach Kosten und nach Steuern. Eine unverbindliche Beispielrechnung, alle Annahmen sind veränderbar.

Voreingestellt sind Beispielwerte. Passe sie an deine Situation an.

Jahre
€/Jahr
€/Monat
€
Weitere Annahmen
Jahre
% p. a.
% p. a.
€
%

Ergebnisse vor Inflation. Sparerpauschbetrag und Vorabpauschale sind vereinfacht nicht berücksichtigt. Das zu versteuernde Einkommen wird aus dem Bruttoeinkommen vereinfacht geschätzt.

Alle Ergebnisse sind Beispielrechnungen zur Veranschaulichung – keine Prognose und keine Zusage.

Deine monatliche Rente ab Rentenbeginn – nach Kosten und Steuern
–

Szenarien zur Marktentwicklung, keine Prognose. Die Kosten sind bereits abgezogen.

Frei sparen oder steuergefördert sparen?
ETF sparen – frei verfügbar
Einzahlung aus dem Netto
–
Steuergefördert sparen
Einzahlung aus dem Brutto, Erstattung fließt in ein freies ETF-Depot
–

Kapitalaufbau bis zum Rentenbeginn · vor Steuern
Deine Hebel
Immobilie und Steuerwirkung

Eine vermietete Wohnung verbindet Mieteinnahmen, Abschreibung und Tilgung. Wie sich das bei deinem Einkommen rechnet, zeigt der Detail-Rechner.

Zum Immobilien-Rechner
Staatliche Förderung

Zulagen und steuerliche Förderung wirken je nach Situation unterschiedlich stark. Im Förder-Rechner siehst du, was ein geförderter Euro bei dir wert ist.

Zum Förder-Rechner
Sparrate erhöhen

Schon 100 € mehr im Monat verändern das Ergebnis spürbar – über die Jahre arbeitet der Zinseszins mit.

Krankenversicherung

Was davon passt zu dir? Wir rechnen deine Situation gemeinsam durch – unverbindlich und auf Wunsch gemeinsam mit deinem Steuerberater.

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Die beiden Wege im Vergleich

1

Frei sparen

Du zahlst aus deinem Netto in ein Wertpapierdepot ein. Das Geld bleibt jederzeit verfügbar, lässt sich entnehmen, übertragen oder vererben. Beim Verkauf fällt Abgeltungsteuer auf den Gewinn an, bei Aktienfonds mit 30 % Teilfreistellung.

2

Steuergefördert sparen

Du zahlst aus dem Brutto ein und setzt die Beiträge als Sonderausgaben ab (§ 10 EStG). Die Erstattung kommt jedes Jahr zurück und kann wieder angelegt werden. Dafür ist das Kapital bis zum Rentenbeginn gebunden und die spätere Rente ist steuerpflichtig.

3

Der Unterschied

Die Förderung wirkt umso stärker, je höher dein persönlicher Steuersatz heute ist und je niedriger er im Alter liegt. Gegen die Förderung stehen höhere Produktkosten und die fehlende Verfügbarkeit.

Was die Rechnung wirklich beeinflusst

  • Laufzeit: Der Zinseszins braucht Jahre. Zwischen Start mit 28 und Start mit 40 liegen bei gleicher Sparrate schnell sechsstellige Unterschiede.
  • Kosten: Im Rechner sind 0,30 % pro Jahr für ein ETF-Depot und 1,5 % für den geförderten Vertrag als Marktdurchschnitt hinterlegt. Beide Werte kannst du unter „Weitere Annahmen“ anpassen.
  • Steuern heute: Die Steuerersparnis berechnen wir mit dem Einkommensteuertarif 2026 samt Solidaritätszuschlag, auf Basis eines aus dem Brutto geschätzten zu versteuernden Einkommens.
  • Steuern später: Die Rente aus der geförderten Variante ist mit dem Besteuerungsanteil deines Rentenjahrgangs steuerpflichtig; ab Rentenbeginn 2058 sind es 100 %.
  • Verfügbarkeit: Freies Kapital bleibt frei. Deshalb rechnen wir es nur zur Vergleichbarkeit mit demselben Rentenfaktor in eine monatliche Rente um.

Für wen sich die Förderung besonders lohnen kann

  • Selbstständige und Freiberufler: Ihnen steht der volle Höchstbetrag offen, weil keine Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gegengerechnet werden.
  • Angestellte mit hohem Einkommen: Je höher der persönliche Steuersatz, desto größer die jährliche Erstattung – auch wenn der Höchstbetrag um die Rentenbeiträge gekürzt wird.
  • Wer zusätzlich Spielraum hat: Die Förderung ersetzt keine freie Reserve. Sinnvoll ist sie meist als Ergänzung, nicht als einziger Baustein.
Was dagegen spricht, offen gesagt: Das Kapital ist bis zum Rentenbeginn gebunden, eine Auszahlung als Einmalbetrag ist ausgeschlossen, und die Produktkosten entscheiden spürbar über das Ergebnis. Wer Flexibilität braucht oder in den nächsten Jahren größere Vorhaben plant, fährt mit dem freien Weg oft besser.

Häufige Fragen

Welches Produkt steckt hinter „steuergefördert sparen“?

Eine Basisrente, oft Rürup-Rente genannt, in der Regel fondsgebunden. Die Beiträge sind bis zum Höchstbetrag als Sonderausgaben abziehbar (§ 10 Abs. 1 Nr. 2 EStG). Im Gegenzug ist das Kapital bis zum Rentenbeginn gebunden, es gibt keine Kapitalauszahlung, und die Rente ist später steuerpflichtig.

Wie hoch ist der Höchstbetrag?

2026 liegt er bei 30.825,60 € für Alleinstehende und 61.651,20 € bei Zusammenveranlagung (knappschaftliche Beitragsbemessungsgrenze von 124.800 € × 24,7 %). Bei Angestellten wird er um die gesetzlichen Rentenbeiträge gekürzt, also 18,6 % des Bruttoeinkommens bis 101.400 €. Für 2027 sind nach dem Kabinettsbeschluss vom 7. Oktober 2026 voraussichtlich 32.307,60 € vorgesehen; die Zustimmung des Bundesrats steht noch aus.

Warum rechnet ihr mit Kosten statt mit der reinen Rendite?

Weil Kosten über Jahrzehnte den größten stillen Unterschied machen. Ein Prozentpunkt mehr laufende Kosten senkt die Wertentwicklung jedes Jahr – im Rechner siehst du direkt, was das am Ende ausmacht.

Ist die Inflation berücksichtigt?

Nein. Alle Beträge sind nominal, also in heutigen Euro ohne Kaufkraftverlust. Wer vorsichtig plant, rechnet gedanklich etwa zwei Prozent Inflation pro Jahr gegen.

Ab wann ist ein Wechsel in die private Krankenversicherung möglich?

Angestellte können wechseln, wenn ihr Jahresbruttoeinkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt: 2026 sind das 77.400 €, 2027 voraussichtlich 84.150 €. Ein Wechsel wirkt in der Regel frühestens zum 1. Januar. Ob er sinnvoll ist, hängt von Alter, Gesundheit, Familienplanung und Tarif ab.

Quellen

Über den Autor

André Jung begleitet seit 2008 Führungskräfte, Unternehmer und Selbstständige bei Vermögensaufbau, Altersvorsorge und Absicherung. Mit EntscheiderFinanzen verbindet er Finanzplanung, Förderung und Kapitalanlage-Immobilien zu einer Gesamtstrategie.

Transparenz: Wir vermitteln Finanzanlagen (§ 34f GewO), Versicherungen (§ 34d GewO), Kapitalanlage-Immobilien (§ 34c GewO) und Finanzierungen (§ 34i GewO). Unsere Vergütung erhalten wir als Provision vom jeweiligen Anbieter; sie ist in dessen Kalkulation enthalten und in den Verträgen ausgewiesen. Unsere Registrierungen findest du im Impressum. Diese Seite ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung und keine Steuerberatung im Sinne des § 3 StBerG – bitte beziehe deinen Steuerberater ein.

Welcher Weg passt zu dir?

Wir rechnen deine Situation gemeinsam durch – mit deinen Zahlen, deinem Zeithorizont und auf Wunsch zusammen mit deinem Steuerberater.

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